Diplomarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Kunst - Computerkunst, Medienkunst, Note: 1,0, Universit?t Hildesheim (Stiftung), Sprache: Deutsch, Abstract: "... and the winner is: Linux". 1999 gewann kein Medienkunstwerk, sondern ein Betriebssystem den Prix Ars Electronica. Die Preisverleihung markierte den Beginn einer Debatte ?ber die Relevanz des Open-Source-Konzepts ?ber die Softwareentwicklung hinaus. Seit einigen Jahren hat sie auch die bildende Kunst erfasst. Lizenzmodelle wie Creative Commons st?rken die Vorstellung offener und kollektiver Formen der Kunstproduktion im Internet. Ausstellungen widmen sich neuen Produktionsmodellen und stellen Konzepte wie Autorschaft und geistiges Eigentum infrage. Nicht zuletzt greifen auch K?nstlerinnen und K?nstler den Open-Source-Begriff auf und machen ihn zum Ausgangspunkt f?r neue Arbeiten. Meine Arbeit soll die Debatte um Open Source in der bildenden Kunst um eine kritische Perspektive erweitern. Ich m?chte die Idee einer 'Open Culture' hinterfragen, in der k?nstlerische Produktions- und Rezeptionsbedingungen wie der Code einer Software offen liegen. Gerade die Euphorie mit der Vertreter der bildenden Kunst das Open-Source-Prinzip aufgreifen, macht ihre Forderungen verd?chtig. Geht es ihnen wirklich darum, Strukturen sichtbar zu machen und zu transformieren oder verfolgen sie andere Interessen? K?nnte Open Source als Ideologie dienen, um Machtverh?ltnisse herzustellen oder zu erhalten? Versteckt sich hinter der versprochenen ?ffnung eine versteckte Herrschaft? Mithilfe von Pierre Bourdieus Studie "Die feinen Unterschiede" versuche ich, den Diskurs ?ber Open Source vor dem Hintergrund der objektiven Verh?ltnisse betrachten, die die bildende Kunst der Gegenwart bedingen. Im ersten Teil der Arbeit zeige ich, wie der offenen Code in Bezug auf die bildende Kunst verstanden werden kann. Im zweiten Teil m?chte ich herausfinden, wie der Open-Source-Begriff rhetorisch eingesetzt wird, um bestimmte Interessen zu verfolgen. Im
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