Die Haush lterin war eine alte Frau; ihre verstorbene Tochter war des Kaufmannssohnes Amme gewesen; auch alle ihre anderen Kinder waren gestorben. Sie war sehr still, und die K hle des Alters ging von ihrem, wei en Gesicht und ihren wei en H nden aus. Aber er hatte sie gern, weil sie immer im Hause gewesen war und weil die Erinnerung an die Stimme seiner eigenen Mutter und an seine Kindheit, die er sehns chtig liebte, mit ihr herumging. Sie hatte mit seiner Erlaubnis eine entfernte Verwandte ins Haus genommen, die kaum f nfzehn Jahre alt war, diese war sehr verschlossen. Sie war hart gegen sich und schwer zu verstehen. Einmal warf sie sich in einer dunkeln und j hen Regung ihrer zornigen Seele aus einem Fenster in den Hof, fiel aber mit dem kinderhaften Leib in zuf llig aufgesch ttete Gartenerde, so da ihr nur ein Schl sselbein brach, weil dort ein Stein in der Erde gesteckt hatte. Als man sie in ihr Bett gelegt hatte, schickte der Kaufmannssohn seinen Arzt zu ihr; am Abend aber kam er selber und wollte sehen, wie es ihr ginge. Sie hielt die Augen geschlossen, und er sah sie zum ersten Male lange ruhig an und war erstaunt ber die seltsame und altkluge Anmut ihres Gesichtes. Nur ihre Lippen waren sehr d nn, und darin lag etwas Unsch nes und Unheimliches. Pl tzlich schlug sie die Augen auf, sah ihn eisig und b s an und drehte sich mit zornig zusammengebissenen Lippen, den Schmerz berwindend, gegen die Wand, so da sie auf die verwundete Seite zu liegen kam. Im Augenblick verf rbte sich ihr totenblasses Gesicht ins Gr nlichwei e, sie wurde ohnm chtig und fiel wie tot in ihre fr here Lage zur ck.
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