"Das L?wenbanner, Roman eines Aufstandes". Held des Romans ist ein katholischer Priester namens Ommerborn. Der geistliche Herr war eine Heldengestalt wie Andreas Hofer, ein rabauzender Haudegen, ein Partisanenh?uptling, der seine Sch?flein aufwiegelte, hinter seiner Fahne mit in den Krieg gegen marodierende Franzosen zu ziehen. 1813-14. Das setzte H?ndel und Schlachtget?mmel ab mit Sensen, Dreschflegeln und Hackebeilchen. Auf einen Fetzen Leinwand hatten Hochw?rden den L?wen, das bergische Wappentier, gemalt. Den Text habe ich 1934 geschrieben, da war ich 21 Jahre jung. Ein Bauer auf einem Hof an der Landstra e von Wipperf?rth nach K?rten (er hie Hamm) hatte ?ber Jahrzehnte hin Daten, Anekdoten und Geschichten ?ber Ommerborn gesammelt. Er ermunterte mich, aus einem Schuhkarton voller Zettel "etwas" zu machen. Hamm, den ich oft besucht habe, lebte mit einer Schwester zusammen, die ihm den Haushalt f?hrte. Der Hof wurde nicht mehr von ihm selbst bewirtschaftet. Ich erinnere mich an Hamm als einen klugen und weltoffenen Geist, der B?cher h?ufte und sich mit arabischen Sprachen besch?ftigte.Angeregt durch die Lekt?re von Charles de Coster "Uilenspiegel und Lamme Goedzak" und Fontane "Vor dem Sturm", die ja beide die Leiden der Bev?lkerung unter Besatzern schildern, machte ich mich an die Arbeit. ?ber den wahren "historischen" Sachverhalt, ?ber die Qualit?t des Textes und ?berhaupt, ob Hochw?rden Ommerbon es wert waren, konterfeit zu werden, kann ich heute nichts mehr sagen. Es liegt 60 Jahre zur?ck und ich ventilierte das Thema im ?berschwang meiner knabenhaften Begeisterung. Als erster Leser hat Dr. Anton Jux das Manuskript gepr?ft, er hat es dem Westdeutschen Beobachter in K?ln zum Abdruck angeboten. Der Abdruck erfolgte in Juli - August 1937, das Honorar betrug 400 Mark. Bei einem Gespr?ch in der Redaktion der Zeitung bekam ich vom Leiter des Feuilletons zu h?ren: "Wenn es mir mit 21 Jahren gelungen w?re, solch einen Roman zu schreiben, dann h?tte ich einen Luftsprung gemacht so hoch wie der K?lner Dom!" Dr. Jost ging kurz darauf als Korrespondent f?r die Zeitung nach London. F?r die Buchausgabe hatte sich in D?sseldorf ein Verlag stark gemacht (Holzwarth). Nach dem Krieg habe ich erfahren, dass der fertige Satz samt Ms in einer Druckerei bei einer Bombardierung zerst?rt wurde. Ein einziges Exemplar (Zeitungsabdruck einspaltig auf vergilbten Bogen) habe ich Herrn Theo Stockberg ( An der Springe 2, K?rten-Eichhof) zu treuen H?nden ?bergeben f?r ein Heimat-Archiv. Er, Stockberg, hat ebenfalls Material ?ber den "Helden-Pastor" gesammelt.
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