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Paperback Das Lever unter Ludwig XIV. - ein Herrschaftsinstrument von wem und für wen? [German] Book

ISBN: 365639797X

ISBN13: 9783656397977

Das Lever unter Ludwig XIV. - ein Herrschaftsinstrument von wem und für wen? [German]

Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte - Sonstiges, Note: 2,0, Martin-Luther-Universit t Halle-Wittenberg (Geschichte), Veranstaltung: Seminar, Sprache: Deutsch, Abstract: W rde in der heutigen Zeit jemand auf die Idee kommen, sich um die Gunst zu streiten, Frau Merkel morgens das Handtuch reichen zu d rfen, nachdem sie sich das Gesicht gewaschen hat? Sicher nicht, dies w rde als grobes Eindringen in die intimste Privatsph re empfunden werden. Umso befremdlicher erscheint es, dass sich um genau solche und hnliche Vorrechte vor etwas mehr als 300 Jahren Herz ge und F rsten am Hofe Ludwigs XIV. von Frankreich regelrecht rissen. Diese zur Zeremonie erhobenen Handlungen waren unter dem Begriff Lever (zu Deutsch: das Aufstehen) bekannt. Nun k nnte man sich dazu verleiten lassen, das Lever als ein Ph nomen eines hochgez chteten Hoflebens abzutun. Doch das w re eine allzu eindimensionale Abhandlung des Themas. Man darf nicht vergessen, dass es keine Erfindung des "Sonnenk nigs" war. Sich als K nig von hohen Adeligen bei t glich wiederkehrenden Handlungen des Alltags bedienen zu lassen, verf gte bereits zu seiner Zeit ber eine lange Tradition - nicht nur im franz sischen K nigshaus. Hinter dem allmorgendlich stattfindenden Ritual um das sich Erheben des K nigs von der Nachtruhe steckt mehr als die aus heutiger Sicht oftmals befremdlich ffentliche Selbstinszenierung sogenannter absolutistischer Herrscher. Die Forschung hat das Ritual des Lever lange stiefm tterlich behandelt. Norbert Elias Werk "Die h fische Gesellschaft", ver ffentlicht 1969, gab erstmals eine vertiefende Interpretation zu unter anderem diesem Thema ab. Er geht davon aus, dass der K nig seinen Hof durch von ihm genau berechnete Gunstzuweisungen oder deren Entzug unter Kontrolle brachte, um eine maximale Einflussnahme zu erreichen und die Machtbalance zu seinen Gunsten ausschlagen zu lassen. Dem Adel bescheinigt er weitgehende Hilflosigkeit gegen ber dem Monarchen. Elias unterstellt

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