Es gibt Mythen, die sterben nie.
Sie schlafen.
Sie lauern im kollektiven Unterbewusstsein der
Menschheit und warten auf den richtigen Moment, um
mit neuer, erschreckender Relevanz wieder an die
Oberfl che zu dringen.
Der Vampir, und insbesondere sein unsterblicher F rst,
Dracula, ist ein solcher Mythos.
Wir glaubten, ihn gez hmt zu haben.
Wir haben ihn zu einer Figur der Popkultur degradiert,
ihn romantisiert, parodiert und seiner Z hne beraubt.
Wir haben das Licht der Aufkl rung in die dunkelsten
Winkel seiner Burgen scheinen lassen und uns
eingeredet, die Schatten seien f r immer vertrieben.
Wir haben uns geirrt.
Dieses Buch ist keine weitere Nacherz hlung der
bekannten Legende.
Es ist der Versuch, eine Frage zu beantworten, die in
unserer vernetzten, hoch technisierten und doch so
fragilen Welt immer lauter wird:
Was w rde geschehen, wenn eine Macht wie Dracula
heute zur ckkehrte?
Nicht in den nebelverhangenen T lern Transsilvaniens,
sondern in den gl sernen T rmen unserer Metropolen,
in den Datenstr men unserer Netzwerke, in den
Korridoren der Macht.