Unter Duisburg liegt ein Bunker.
Kein Schutzraum mehr.
Eher eine Stadt aus Beton, Rohren, Neonlicht und verschlossenen T ren.
Dort leben Menschen, f r die oben kein Platz geblieben ist: Alte, Kranke, Menschen mit Behinderung, Menschen mit wenig Geld. Nicht verschwunden. Nur weggeschoben.
Florentine kennt jede Macke im Beton. Sie ist kleinw chsig, praktisch, wachsam und gewohnt, dass andere sie untersch tzen.
Violette sitzt im Rollstuhl. Sie sieht, was andere wegdr cken. Und sie h lt selten den Mund, wenn etwas nicht stimmt.
In einem alten Versorgungsschacht finden die beiden ein Medaillon.
Darin liegt ein Samenkorn.
Daneben ein Zettel:
Nicht ber hren.
Nicht einpflanzen.
Lebensgefahr.
Sie tun es trotzdem.
Was danach w chst, bleibt nicht im Erdreich. Es kriecht in W nde, G nge und Schlafr ume. Es ver ndert Ger che, Ger usche und Erinnerungen. Es macht aus Nachbarn Gegner, aus Schweigen Verdacht und aus einem Bunker einen Ort, der seine Menschen nicht mehr losl sst.
Florentine und Violette m ssen entscheiden, was schlimmer ist: die Bl te unter ihren F en oder das, was sie in ihnen freilegt.
Doch selbst als der Kern zerst rt ist, bleibt der Bunker nicht sauber zur ck.
Die G nge klingen wieder nach Beton. Das Medaillon liegt eingewickelt da. Manche sagen, es habe nie eine Bl te gegeben. Andere gehen am Schacht vorbei und werden schneller, ohne zu wissen, warum.
Das Geheimnis der Regenbogenbl te ist ein klaustrophobischer Horror-Thriller ber Ausgrenzung, Schuld, Erinnerung und eine Gemeinschaft unter der Erde, die zusammenhalten m sste und doch langsam auseinanderbricht.
Diese berarbeitete Neufassung erz hlt die Geschichte h rter, dunkler und konsequenter als zuvor: n her am K rper, n her am Beton, n her an dem, was bleibt.
F r Leserinnen und Leser, die Horror m gen, der nicht laut knallt, sondern langsam im Beton arbeitet.