Im Buch wird zum ersten Mal ein historischer berblick ber die Entwicklung, die Gestaltungsprinzipien und die Anwendungsszenarien von Formularen skizziert. Das umfasst auch die Beantwortung von Fragen der folgenden Art: Seit wann gibt es Texte, die dazu gedacht sind, ausgef llt zu werden? Wie markierte man den Raum, der zum Ausf llen gedacht war? Was sind typische Zwecke, f r die solche schriftsprachlichen Kommunikationsformen entwickelt wurden und werden? Welche Schl sse lassen sich aus einzelnen Formularen, Formulartypen und Formularb chern ber jeweils geltende kulturelle Selbstverst ndlichkeiten und deren historische Rahmenbedingungen ziehen? Im Zentrum stehen dabei Formulare, die in prototypischer Weise einen verwaltungstechnischen, oft auch juristischen, Hintergrund besitzen. Zur Sprache kommt jedoch auch die formulargepr gte Textproduktion in anderen sozialen Sph ren, etwa in Religion, Literatur und in parodistischen Anverwandlungen. Zeitlich wird ein Bogen von der fr hen Schriftentwicklung in der Antike bis zur Gegenwart digitaler Formulare gespannt. Dabei stellt sich heraus, dass die formulargepr gte Textproduktion Motive enth lt, die unmittelbar an grunds tzliche Funktionsweisen von Sprache ankn pfen. Zur Illustration der Erscheinungsvielfalt von Formularen enth lt die Darstellung zahlreiche Abbildungen historischer Formulare.