Als Franz Kafka im Sommer 1923 mit Dora Diamant, der letzten Liebe seines Lebens, eine gemeinsame Wohnung in Berlin bezieht, ist er bereits von Krankheit schwer gezeichnet. Dennoch schreibt er bis kurz vor seinem Tod am 3. Juni 1924. Dora verwahrt die Manuskripte bis sie 1933 bei einer Razzia der Gestapo beschlagnahmt werden. Sie gelten seitdem als verschollen. Leo Graw behauptet, in den Besitz der 100 Jahre alten Handschriften gekommen zu sein und hat den vorliegenden Band kleiner Erz hlungen herausgegeben. Dazu schreibt er im Vorwort: "F r die Echtheit der Manuskripte kann ich nicht b rgen. Das Urteil ber die Authentizit t der Texte berlasse ich dem Leser." Erz hlungen ber die Qual des Endes. Nicht nur des k rperlichen, sondern vor allem des intellektuellen Endes. Was bleibt? Wer bernimmt die Deutungshoheit? Ein berm chtiges, bedrohliches Archiv verweigert die Nachlassteilhabe. Der Protagonist ger t in die M hlen einer absurden Wahrheitsverwaltung. "Und diesen kleinen Ausschnitt geben sie dann f r Wahrheit aus. Und die ganze Welt wird darauf schauen, als w re es wirklich wahr, denn sie wei es nicht besser. Sie kann es nicht besser wissen, ist doch alles andere zu Staub am Boden zerfallen." - Das Archiv
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