Die Sparta-Rezeption, sowohl w hrend der Antike als auch im 19. und 20. Jahrhundert, steht im Fokus dieses Bandes. In einem ersten Abschnitt stellen die Autoren die Frage nach der Identit t der spartanischen Gesellschaft - ganz im Zeichen des Meinungsstreits ber das Menschenbild im antiken Sparta, in Konfrontation mit dem damaligen politischen System. Thema des zweiten Abschnitts ist die vielf ltige Rezeption Spartas durch sp tere Generationen als Gegenstand eines langw hrenden wissenschaftlichen Diskurses, insbesondere die Verarbeitung des damit verbundenen Stigmas der deutschen NS-Vergangenheit.
Die neuzeitlichen Rezeptionswirkungen werden an den Beispielen des p dagogischen Einflusses Spartas auf das preu ische Erziehungssystem und des Spartabilds in der deutschen Geschichtsschreibung nach 1945 aufgezeigt. Als prinzipielles Ergebnis ist festzuhalten, dass die Welt des Tyrtaios noch immer ein nicht hinreichend erforschtes R tsel darstellt. Dar ber hinaus besteht bis heute Skepsis gegen ber einer - bewusst oder unbewusst - utopischen und emotionalisierenden Darstellung der spartanischen Illusion.
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