In einem auf drei B nde angelegten Dokumentationswerk werden Entstehung und Ausbreitung des Paracelsismus in den kontroversen Verflechtungen der Wissenschafts-, Literatur- und Sozialgeschichte des sp ten 16. Jahrhunderts verankert. Die kritische Edition aufschlu reicher, oft in unbekanntes Terrain f hrender Texte ist begleitet von umfangreichen Kommentaren sowie von biographischen Darstellungen der Urheber, Adressaten, Gegner bzw. Sympathisanten der paracelsistischen Reform und Protestbewegung. Der erste Band des vorliegenden Werkes pr sentiert im wesentlichen Briefe und Widmungsschreiben ma geblicher Propagatoren des fr hen Paracelsismus (um 1560). Damit gelingt zum ersten Mal eine ebenso doxographische wie wissenschafts- und sozialgeschichtliche Erschlie ung der Konstitutionsphase einer bis ins 18. Jahrhundert u erst einflu reichen, ebenso naturkundlich wie religi s inspirierten Reformbewegung. Die Texte werden philologisch-kritisch in ihrem berlieferungszusammenhang dokumentiert, ggf. mit einer bersetzung aus dem Lateinischen dargeboten, au erdem mit ausf hrlichen Erl uterungen versehen, die bisher dunkle Zonen der deutschen, ja auch der europ ischen Kulturgeschichte erhellen. Diese Erl uterungen umfassen einen Zeilenkommentar sowie jeweils ausf hrliche, auch bibliographisch ergiebige Biogramme der Autoren und der angesprochenen Adressaten des In- und Auslandes (darunter z.B. Cosimo von Medici), soweit wie m glich auch der sonst erw hnten historischen Personen. In das Kommentarwerk sind die Ergebnisse weitl ufiger Recherchen eingearbeitet, welche am Leitfaden der kontroversen Paracelsus-Rezeption den wissenschaftlichen Pluralismus des sp ten 16. Jahrhunderts sichtbar machen und in sozialen Konfigurationen verankern. Im Mittelpunkt stehen erste Spuren der Paracelsus-Rezeption (u.a. bei G.J. Rheticus), dann vor allem das umfangreiche zweisprachige Corpus (1560 ff.) des Basler Arztes Adam von Bodenstein. Ihm folgen ausgew hlte Zeugnisse der rzte, Naturphilosophen und paracelsistisch orientierten Publizisten Alexander von Suchten, Valentius de Retiis, Valentius Antrapassus, Christophorus Pithopoeius, auch des N rnberger Stadtarztes Heinrich Wolff, dies alles erg nzt durch anonyme Schriften. Der Band wird eingeleitet von einer ausf hrlichen Darstellung des fr hen Paracelsismus und seiner sp teren Ausstrahlung, enthaltend auch die bibliographische Dokumentation des europ ischen Forschungsstandes. Dazu kommen Zusammenfassungen zu jedem Autorencorpus sowie mehrere Register.