1960 brauchte eine maschinell gezeichnete Linie einen Gro rechner und Wochen Arbeit. Heute gen gt ein Satz, eingegeben in ein Sprachmodell. Diesem Abstand von sechs Jahrzehnten geht dieses Buch nach. Zwischen 2025 und 2026 habe ich mit Sprachmodellen, denselben LLMs, die gerade Schreiben und Programmieren ver ndern, Generatoren herstellen lassen: kleine Programme, die Linien, Felder und Texte erzeugen. Der Anlass ist eine W rdigung der fr hen Computerzeichnung, der Arbeiten von Kurd Alsleben und Cord Passow, der Stuttgarter Schule, von Georg Nees, Vera Moln r und Frieder Nake. Was sie begr ndet haben, f hre ich mit einem Werkzeug fort, das es damals nicht gab. Hannes Bajohrs Formel f r die Literatur, Code verh lt sich zum Output wie Konzept zum Werk, bertrage ich dabei auf Bild, Generator und Prozess: Das Werk liegt in der Anweisung, der gedruckte Abzug h lt eine von vielen M glichkeiten fest. Diese These pr ft das Buch an seinem eigenen Material. Der Band verschr nkt rund sechzig Bilder mit Essays, Werkzetteln und literarischen Miniaturen. Zweiundzwanzig Generatoren bewegen sich zwischen der Tradition der fr hen Computerkunst und Verfahren wie konkreter Poesie und Cut-up. Ob das Ergebnis Kunst ist im Sinne derer, denen das Buch gilt, lasse ich offen.
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