Nachdem im Jahre 56 v. Chr. auf der Konferenz von Luca das Triumvirat von Caesar, Pompeius und Crassus bekr ftigt worden war, verteidigte Cicero in demselben Jahr - wom glich auf Dr ngen der Triumvirn hin - den spanischen Provinzialen Lucius Cornelius Balbus, dem das r mische B rgerrecht verliehen worden war, gegen eine Anklage, die den b rgerrechtlichen Status des Balbus f r illegitim erkl rte. Die Verteidigungsrede Ciceros ist neben derjenigen f r den Dichter Archias eines der wichtigsten Dokumente f r die Fragen und Diskussionen bez glich der B rgerrechtsverleihung in sp trepublikanischer Zeit. Daneben legt die Rede aufgrund der Behandlung von Fragen ber au erordentliche Befugnisse f r Feldherren aber auch beredtes Zeugnis ab f r den sich andeutenden politischen Paradigmenwechsel und damit auch f r die Agonie der r mischen Republik, deren Ende einige Jahre sp ter besiegelt sein sollte. Dieser in erster Linie philologische Kommentar behandelt daher neben grammatischen, rhetorisch-stilistischen sowie textkritischen Fragen auch historische, vor allem rechtshistorische Probleme. Die vergleichsweise wenig beachtete Rede Pro Balbo findet dadurch vielleicht ein Forum f r eine intensivere Rezeption und Behandlung in den Altertumswissenschaften.