Vor genau 150 Jahren begannen die deutschen Ausgrabungen in Olympia. Die in den Jahren 1875-1881 gefundenen Inschriften wurden innerhalb der Grabungspublikation Olympia. Die Ergebnisse der von dem Deutschen Reich veranstalteten Ausgrabung im Jahre 1896 durch Wilhelm Dittenberger und Karl Purgold musterg ltig herausgegeben. Diese Inschriften wurden in den Jahren 2011-2025 f r die Neuedition im Rahmen der Inscriptiones Graecae als Faszikel IG VI 1 durch Klaus Hallof und Sebastian Prignitz revidiert und die seitdem hinzugekommenen Neufunde (etwa 300) aufgenommen.
Der erste Teil des Corpus von Olympia (IG VI 1, 1) umfasst die mehr als 700 Inschriften auf Stein, die im ber hmten Zeusheiligtum und seiner n heren Umgebung ausgegraben worden sind. Weih- und Ehreninschriften sowie Verzeichnisse des Kultpersonals bilden den Hauptteil. Sie reichen von der archaischen bis zur sp tantiken Zeit und dokumentieren die Entwicklung des ber hmtesten griechischen Heiligtums und seiner Spiele. Erstmals werden alle noch vorhandenen Inschriften photographisch abgebildet. Ein chronologisches Verzeichnis aller bis heute bekannten Olympiasieger der Antike erg nzt die epigraphische Dokumentation.
Der in Arbeit befindliche zweite Teil (IG VI 1, 2) wird die Inschriften auf Bronze und Ton sowie die Gesamtindices f r beide Teile enthalten. Auch f r die weiteren zwei Faszikel des Bandes IG VI mit den Inschriften der Landschaften Elis (IG VI 2) und Achaia (IG VI 3) liegen bereits Vorarbeiten vor.