Das Gelage schwebt ber dem Spiegel ... bis der Spiegel seine Ertrunkenen zur ckwirft.
Auf Caligulas Schiffen ist die Nacht ein Tempel aus Wein, Fackeln und Schmeichlern. Musik, Seide, Gel chter: Der Kaiser spielt Gott auf einem heiligen See, berzeugt davon, dass die Realit t ihm Gehorsam schuldet. Doch aus der Tiefe steigt herauf, was niemand eingeladen hat. Zuerst ein Schlag gegen den Rumpf. Dann eine graue Hand. Danach Dutzende von Gesichtern, vom Wasser aufgequollen, mit tr ben Augen und namenlosem Hunger, die schweigend an Deck klettern.
Als das kleinere Schiff sinkt, verwandelt sich der schwimmende Palast in ein Schlachthaus. Das Feuer sperrt die Lebenden ein, die Horde kennt keinen Schmerz, und ein einziger Biss verwandelt Loyalit t in ein Todesurteil. Mitten im Chaos versucht Caligula nicht, Rom zu retten: Er versucht, seine L ge zu retten.
Eine brutale und politische Erz hlung, in der der Schrecken nicht nur das ist, was aus dem See aufsteigt... sondern das, was auf dem Thron berlebt.