Juliane erlitt Schockerlebnisse durch ihre psychisch selbst traumatisierte Mutter. Sowohl durch ihren Vater als auch die sp tere Adoptivmutter erlebte sie Halt gebende und ausgleichende Geborgenheit sowie Liebe. Aber bei ihren Eltern, die beruflich aufstiegen, vollzogen sich unerkl rliche Verwandlungen in ihrer Pers nlichkeit, denen Juliane schutzlos ausgeliefert war. Um deren Liebe wiederzuerlangen, vollbrachte sie - bei sehr hoher Begabung - H chstleistungen. Anstatt sich damit rehabilitieren zu k nnen, unterlag sie weiter dem geheimen, politisch determinierten Vorurteil, der "Sozialistischen Moral und Ethik" nicht zu entsprechen. Ein Hilfeschrei mittels eines nicht anonymen Briefes an eine Jugendzeitschrift wurde ihr damals zum Verh ngnis. Bei dem Versuch, den inzwischen Verstorbenen pers nliche, gedachte Briefe zu schreiben, ger t die Autorin in emotionale Spannungen. Deshalb werden ihre "Briefe in den Himmel" aus der Perspektive einer imagin ren, anonymen Briefschreiberin in der dritten Person und nicht in der Ich-Form formuliert. Diese berichtet den "Adressaten" ber Julianes damaliges Schicksal und ihre wahre Pers nlichkeit in Romanform. Damit gelingt eine neuartige und auf ungew hnliche Art spannungsvolle, fast mystische Konfliktdarstellung - bis die wahren Hintergr nde endlich sichtbar werden. Dr. Ingrid Ursula Stockmann
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