Der Marmor der Villa klebte an ihren nackten F en. Kalt. Ein totes Haus. Valentina stand vor der bodentiefen Fensterfront. Unter ihr lag Mailand. Eine Stadt voller gesch ftiger Geister. Sie war die perfekte Ehefrau. Ein Ding. N tzlich. Dann nutzlos.
Alessandros Gleichg ltigkeit war keine Vernachl ssigung mehr; es war eine kalte Klinge, die an ihren Hals gedr ckt wurde. Sie atmete kaum, um sich nicht zu schneiden. Ihr Spiegelbild starrte sie an: perfekt, steril. Perfektion war ihr K fig. Gleichg ltigkeit war Krieg.
Sie griff nach ihrem Telefon. Der Bildschirm beleuchtete ihr lebloses Gesicht. Sie suchte keine Geliebte. Sie suchte einen Namen. Sophia. Eine Fotografin.
Der Preis f r ein Boudoir-Shooting. Der Preis eines Lebens. Es war keine Arbeit. Es war ein K fig, der in einen anderen K fig schl pfte.
Sophia hatte sich gerade verkauft. Valentina hatte gerade gekauft. Die Arbeit war getan. Die Besessenheit hatte gerade erst begonnen.