In diesem Open-Access-Buch zeigt Jakob Kelsch, wie sich in der US-amerikanischen TV-Serie der 1950er und 1960er Jahre der Mythos der patriarchal-strukturierten Kernfamilie als Ideal des famili?ren Zusammenlebens herausbildete. Trotz Phasen der Dekonstruktion und der zunehmenden Repr?sentation problematischer und ethnisch wie sozial diverser Familienverh?ltnisse erweist sich dieser Mythos bis heute als ?u erst persistent. Der durch den Digitalisierungsprozess bedingte Aufstieg der Streamingdienste und der Siegeszug deren serieller Erzeugnisse brachte eine inhaltliche Diversifizierung des Genres Familienserie und eine zunehmende narrative Komplexit?t mit sich. Doch auch diese kann nur an der Oberfl?che des tief im kulturellen Wissen verankerten Mythos der heteronormativen Kernfamilie r?tteln.