Ein Testament zu Lebzeiten - unterschrieben mit Fettfingern und Herzblut.
Dieses Buch ist ein Monolith. Es steht da, sperrig und unbequem, und versperrt den Weg. Es ist kein Roman, kein Tagebuch und kein Essay. Es ist ein Auswurf. Der Autor geht "All In" mit einem Paar Zweien und zeigt seine leeren H nde.
Das schwere Gold der Banalit t Der Text wurde so belassen, wie er geboren wurde: blutig, schreiend und nabelungebunden. Jede nderung w re Verrat gewesen. Die technischen Unzul nglichkeiten, das "Sabbeln", das Stolpern der Gedanken - all das bleibt. Es sind die Schwei n hte einer "Manufaktur der Verzweiflung". Die Sprache ist roh, dreckig und voller Fehler, die keine Fehler sind, sondern Stilmittel einer Psyche, die zusammenbricht.
Solidarit t mit den Unvollkommenen Indem der Autor sich nackt macht - metaphorisch und fast w rtlich -, nimmt er dem Leser die Scham. Es ist ein Akt der Solidarit t mit den Kaputten. Ein Trost der gemeinsamen Gosse. Die Wiederholungen im Text wirken wie Paukenschl ge: "Kalt. Kalt. Kalt." Sie transportieren keine Information, sondern einen physikalischen Zustand. Dieser Text infiziert. Er macht Hunger auf Fett und Salz. Er zieht nach unten, dorthin, wo es echt ist.
Ein Warnsignal in der Buchhandlung Wer dieses Buch kauft, holt sich ein St ck Nordenham ins Wohnzimmer. Er holt sich den Regen und die K lte ins Haus. Es ist kein gl nzendes Gold, es ist Pyrit, es ist Blei, aber es hat Gewicht. Es ist ein Denkmal f r alle, die im Getriebe knirschen. Ein Buch als Wurfgeschoss gegen die Fassaden der Bestseller-Listen.
Urteil: Lebensl nglich Schreiben. Der Angeklagte hat gesabbelt. Und er wird weiter sabbeln. Bis das Licht ausgeht.