Durch inhomogene plastische Verformungen oder durch homogene Deformation inhomogener metallischer Werkstoffe entstehen Eigenspannungen. Eigenspan- nungen sind Spannungen, die in einem K rper vorhanden sind, ohne da u ere Kr fte auf diesen einwirken. Diese Spannungen stehen untereinander im Gleich- gewicht. Sind sie mindestens in zwei Richtungen ber makroskopische Bereiche homogen, so handelt es sich um Spannungen erster Art. Spannungen zweiter Art sind solche, die ber einzelne K rner und Spannungen dritter Art diejenigen, die ber wenige Atomabst nde hinweg homogen sind. Eigenspannungen erster und zweiter Art bauen sich immer aus den Spannungs- feldern dritter Art, d. h. den Versetzungen auf. Die im Rahmen dieser Arbeit interessierenden Eigenspannungen sind die erster Art, die auch als St ckspannun- gen bezeichnet werden, und z. B. als W rme-, Gu -, Abschreck- oder Bearbei- tungsspannungen bekannt sind. F r inhomogene plastische Verformungen gibt es zahlreiche Ursachen, von denen hier nur die W rmespannungen sowie Umwandlungen und Ausscheidungen, die mit Volumen nderungen verbunden sind, genannt seien 1]. Beim Werkstoff Graugu hat man es in den meisten F llen mit einer berlagerung dieser beiden Erscheinungen zu tun. Wirkt eine bekannte u ere Kraft auf einen K rper ein, so kann man die Gr e und Verteilung der Spannungen berechnen und durch entsprechende Dimen- sionierung des K rpers die Bruchgefahr bzw. die plastische Verformung ver- meiden. Sind dagegen bei einem technischen Herstellungsproze ungewollt Eigenspannungen in einem Konstruktionselement entstanden, so kennt man ihre Gr e und Verteilung im allgemeinen nicht. Die Messung dieser Spannungen ist in der Regel nur durch Zerst rung des in Frage kommenden St ckesm glich.
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