Der vorliegende Band behandelt geschriebene und gesprochene Texte der deutschsprachigen Literatur des 21. Jahrhunderts. Behinderung erscheint in diesem Zeitraum als Erfahrungsraum, in dem K rper, Technik, Sprache, Recht und ffentlichkeit ineinandergreifen. Literarische Texte thematisieren Selbstbeschreibung, Autorschaft, Sichtbarkeit und Teilhabe in Zusammenh ngen, die durch mediale Transformationen, gesellschaftliche Debatten und institutionelle Rahmen gepr gt sind. Die Beitr ge untersuchen Erz hlformen, in denen Behinderung als Perspektive, als soziale Position und als Struktur des Erz hlens verhandelt wird. Literatur fungiert dabei als Medium kultureller Reflexion und als Ort der Aushandlung sozialer Beziehungen. Die editorische Entscheidung zur Aufteilung des Projekts folgt einer transparenten Arbeitsweise. Die Trennung der B nde erm glicht eine eigenst ndige Gewichtung der jeweiligen Zeitr ume und vermeidet berschneidungen innerhalb der Analyse. Beide Publikationen stehen in einem konzeptionellen Zusammenhang und bilden gemeinsam ein Forschungsprojekt, das Behinderung als Bestandteil literarischer und kultureller Prozesse begreift.