Dieses Buch bietet eine umfassende und systematisch geb ndelte Analyse der Darstellung von Behinderung in der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Es enth lt theoretische, kulturwissenschaftliche und textnahe Beitr ge, die zeigen, wie literarische Narrative gesellschaftliche Vorstellungen von K rperlichkeit, Normalit t und Teilhabe pr gen. Im Zentrum stehen drei Hauptthemen: erstens die diskursive Konstruktion von Behinderung in literarischen Texten verschiedener Epochen und Gattungen; zweitens die Verschr nkung von Behinderung mit Fragen der Identit t, Ethik, Inklusion und sozialer Gerechtigkeit; drittens die Untersuchung literarischer Strategien, die zu Stigmatisierung, Empowerment oder Sichtbarmachung beitragen. Diese Themen sind besonders relevant, da die neuere Germanistik Behinderung zunehmend als kulturelles und sthetisches Ph nomen begreift, das weit ber medizinische oder soziale Erkl rungsmodelle hinausgeht. Das Buch l st ein zentrales Problem innerhalb der Forschung: Trotz wachsender Bedeutung der Disability Studies fehlt bislang eine zusammenh ngende, ausschlie lich auf die deutschsprachige Literatur ausgerichtete Publikation, die historisches, theoretisches und literaturanalytisches Wissen gleicherma en verbindet. Der Sammelband bietet daher ein wissenschaftlich fundiertes Referenzwerk, das Forschungsl cken schlie t, neue Perspektiven er ffnet und Studierenden sowie Forschenden eine solide Grundlage f r weitere Untersuchungen bereitstellt. Die Zielgruppe umfasst Forschende, Lehrende und Studierende der Germanistik, Komparatistik, Kulturwissenschaften und Disability Studies sowie alle Personen, die sich mit inklusiver Literatur- und Kulturtheorie besch ftigen.