Die Vision von einer Bildungsgesellschaft, in der das durch Lernen akkumulierte Wissen die zentrale konomische Ressource darstellen sollte, wurde im Zuge des Crashs des entfesselten Kapitalismus endg ltig ad absurdum gef hrt. Immer mehr Menschen, die an das Versprechen glaubten, auf Basis einer h heren Qualifizierung Wohlstand oder wenigstens einen sicheren Arbeitsplatz zu erlangen, sehen sich um die Fr chte ihrer Anstrengungen betrogen. Im Endeffekt erwiesen sich die Proklamation der Informations- bzw. Wissensgesellschaft und mit ihr die Verhei ung einer Wirtschaftsform, in der Investitionen in den eigenen Kompetenzzuwachs reichlich belohnt w rden, als Hebel zur sukzessiven R ckeroberung der Macht sowie zur Vervielfachung des Verm gens finanzieller Eliten seit Mitte der 1970er Jahre. Das Buch untersucht den Einfluss von Politik sowie (Medien-)Soziologie auf diesen Prozess und richtet den Fokus auf seine Implikationen f r das p dagogische Denken und Handeln. Abschlie end erfolgt das Aufzeigen m glicher Wege, wie Bildungsverfahren unter Ber cksichtigung polit konomischer Kontexte sinnvoll gestaltet werden k nnen.