Ausgabenvergleiche z hlen zu den grundlegenden Praktiken philologischen Arbeitens - dennoch werden sie nur selten methodologisch reflektiert. Die hier versammelten Beitr ge beleuchten weithin unsichtbare Vergleichshandlungen von Autorinnen, Verlegern, Literaturwissenschaftlerinnen und Lesern. Sie zeigen, dass Praktiken des Vergleichens den Umgang mit und die Herstellung, Zirkulation und Rezeption von Ausgaben ma geblich beeinflussen. In exemplarischen Analysen von Ausgabenvergleichen aus dem 19. und 20. Jahrhundert werden Akteure und Motivationen von philologischen, editorischen, sthetischen und literaturkritischen Vergleichspraktiken rekonstruiert und die literaturhistorischen, institutionellen, medialen und materialen Kontexte erschlossen, die sie bedingen. Deutlich wird dadurch, in welchem Ma e Praktiken des Ausgabenvergleichs sich auf Verlagsgeschichte und -politik, auktoriale und editorische Werkpolitik, Kanonisierungsprozesse und Rezeptionsgeschichte auswirken. Die 'Ausgabe' geht aus den Untersuchungen als ein Objekt literatur- und editionswissenschaftlichen Arbeitens hervor, in dem sich vielf ltige Vergleichspraktiken textuell, visuell und material sedimentieren.