Ein Roman ber Ordnung, Gewissen und das, was bleibt
Kalifornien, fr hes 19. Jahrhundert.
Eine Mission steht am Rand der Wildnis - und am Beginn eines Systems.
Als Soldaten ein Dorf am Fluss betreten, geschieht zun chst nichts. Keine Schreie. Kein Feuer. Nur Blicke. Nur Listen. Nur Zahlen.
Doch Vermessung ist der erste Akt des Besitzes.
Auge des Imperiums erz hlt seine Geschichte durch Tageb cher, Briefe und letzte Eintr ge:
durch die Stimme eines amerikanischen Wanderers, der zwischen zwei Welten steht;
durch einen Missionar, der erkennt, dass Ordnung ohne Barmherzigkeit Gewalt ist;
durch einen Administrator, der Menschen als Kategorien betrachtet;
durch eine Frau, die lernt, dass Schweigen nicht immer Schutz bedeutet;
und durch Ahuana - deren Erinnerung l nger berdauert als Mauern und Glocken.
Was geschieht, wenn ein System beginnt zu z hlen?
Was bleibt von einem Volk, wenn es erfasst, umbenannt und verteilt wird?
Und kann Gewissen Geschichte aufhalten - oder nur bezeugen?
Dieser Roman ist keine Anklage, sondern eine Beobachtung.
Keine Predigt, sondern ein Archiv aus Stimmen.
Literarisch, ruhig und ersch tternd zugleich zeichnet Auge des Imperiums das Portr t einer Welt, in der Macht nicht schreit - sie schreibt.
F r Leser von historischer Literatur mit moralischer Tiefe, von Tagebuchromanen im Stil von Dracula, und von Werken, die sich mit Kolonialgeschichte, Glauben und Verantwortung auseinandersetzen.