Christoph Otto von Sch naich hatte im M rz 1751 sein Epos Hermann, oder das befreyte Deutschland an Gottsched geschickt. Sch naichs Briefe des Bandes 17 dokumentieren Gottscheds intensive Besch ftigung mit dem Werk, das im September 1751 der ffentlichkeit mit Gottscheds Einleitung als Nationalepos pr sentiert wurde. Als Ratgeber oder Publizist unterst tzte Gottsched auch weitere literarische Aktivit ten, so verdankt sich die erste deutsche Ausgabe der Satiren Antioch Dmitrijewitsch Kantemirs einer Anregung Gottscheds. Briefe aus Potsdam informieren ber Publikationsvorhaben Julien Offray de La Mettries und anderer Personen im Umfeld des preu ischen Hofes. Eine bersetzung der Poetik des Aristoteles hatte Gottsched 1730 mehrfach in Aussicht gestellt. Nach dessen h flicher Anfrage ber den Stand der Dinge begr te Gottsched die bersetzung, die Michael Conrad Curtius fertiggestellt hatte, wenn die Ver ffentlichung auch erst 1753 gelang. Der Z rich-Leipziger Literaturstreit findet in mehreren Briefen Ausdruck. So ist einem Bericht des Schleusinger Rektors Johann Heinrich Hausmann zu entnehmen, dass kontroverse Debatten ber Klopstocks Messias auch auf gymnasialer Ebene ausgetragen werden. Franz Ignaz (Gregorius) Rothfischer ist erstmals mit einem Brief vertreten, den er noch als Benediktiner unterzeichnet, w hrend Briefe anderer Absender schon den spektakul ren Konfessionswechsel erahnen lassen, dessen Vollzug in Leipzig im November 1751 die ffentlichkeit bewegt.
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