Erst mit dem Zeitalter der Entdeckungen begannen Versuche, einen n rdlichen Seeweg von Europa nach dem Fernen Osten und damit den K stenverlauf des Arktischen Ozeans zu erkunden. Der Anlass war ein kommerzieller. Schon im 15. Jahrhundert war es den Portugiesen gelungen, den s dlichen Seeweg zu ffnen. Der Rest Europas sah voller Neid auf den Reichtum, der daraus Lissabon und den spanischen H fen zuwuchs.
Um dieses Handelsmonopol zu brechen, wurden ab Mitte des 16. Jahrhunderts verschiedene englische und danach holl ndische Schiffsexpeditionen unternommen, um die Nordostpassage zu ffnen. Von der s dlichen Nordsee nach Yokohama sind es ber die sibirische Route rund 7.300 Seemeilen, um das Kap der Guten Hoffnung aber 14.000 -und selbst durch den Suezkanal noch 11.500. Indessen scheiterte alles an der Barriere der Insel Novaya Semlya mit ihren schmalen Durchg ngen zur Kara-See und den dortigen widrigen Eisverh ltnissen.
Im Hintergrund stand bis in das hohe Mittelalter hinein die antike Vorstellung, dass die bewohnte Erde von einem ringf rmigen Ozean umgeben sei, der daher sowohl eine S d- wie auch eine Nordumfahrung zulie e.