Dieses Buch untersucht anhand von ethnographischen Fallstudien die Einheit und Vielfalt von Arbeit und bezieht nicht nur Arbeit in unserer eigenen Gesellschaft mit ein, sondern auch J?ger und Sammler, Bauern und Hirten, Familienwirtschaft, Hausarbeit und Kinderarbeit.
In der Regel wird Arbeit als instrumentelles Handeln verstanden, w?hrend in den meisten Gesellschaften Arbeitsobjekte als eigenst?ndig, eigenwillig oder eigensinnig angesehen werden. Ein solches Verst?ndnis von Arbeit als Interaktion kann auch bei der Analyse unserer Arbeit helfen. Arbeit in der Hauswirtschaft, zu der auch Frauen-, Kinder-und Altenarbeit geh?ren, ist nicht nur eine historisch wichtige Form, sondern auch heute relevant. Ihre Analyse tr?gt auch zum Verst?ndnis heutiger Arbeitsformen bei. Arbeit in kapitalistischen Betrieben wird heute von Managern geleitet. Historisch und im Kulturvergleich dominieren andere Formen bei der au erfamili?ren Arbeitsorganisation: Meister, die eine besondere Kompetenz bei der Arbeit besitzen, vor allem aber Herren, die zwar vom Ertrag der Arbeit leben, aber sich nicht in den Arbeitsprozess einmischen.