Ich mag die Werke von Ayn Rand, selbst wenn einige Aspekte komisch sind (wo zur H lle sind die Kinder?). Trotzdem hat das Ende von Atlas Shrugged einen ziemlich komischen Vibe - die Welt versinkt im Chaos, die Lichter in New York gehen aus, nur die Helden haben berlebt und eventuell gibt es ja eine gro artige Zukunft, die auf der Asche der vorherigen Zivilisation aufgebaut werden kann. Oder auch nicht.
Was w re, wenn das alles war? Wenn John Galt die libert ren Talking Points nur vorgeschoben h tte, um ein fehlerhaftes, aber doch irgendwie funktionierendes System zu zerst ren und durch nichts zu ersetzen? Was, wenn John Galt in Wirklichkeit als Figur nichts anderes als der Joker w re, eine talentierte und charismatische Kraft, die letztlich Anarchie anstrebt. Und ist es nicht genau das, was John Galt erreicht? H tte der Joker nicht genau dasselbe an seiner Stelle getan? Diese Gedanken waren die Ausgangslage f r diesen kurzen Roman. Dann kam noch die Idee hinzu, dass John Galt in diesem Fall nicht einen Motor erfinden w rde, sondern eine KI, die so m chtig w re, dass sie jegliche politische Macht nicht nur neutralisieren, sondern auch dauerhaft einhegen k nnte. Die KI w rde erst Anarchie schaffen und deren Stabilit t - und Gewaltlosigkeit - dann erzwingen und damit eine echte utopische libert re Privatrechtgesellschaft erm glichen. Zumindest ist das die Idee, aber wird der Plan einmal ausgel st, gibt es kein zur ck mehr. Francisco hat die KI so entworfen, dass nur Dagny die Ausf hrung ausl sen kann und der Kern des Romans dreht sich um das F r und Wider ihrer Entscheidung, die sie mit verschiedenen Charakteren (auch der KI selbst) er rtert. Ich habe die Namen der Charaktere ge ndert, aber es sollte klar sein, auf wen angespielt wird. Im Gegensatz zu Rand's Zeitachse in den 1930er Jahren spielt die Geschichte in der nahen Zukunft. Auch ist die Rolle des Geldgebers erheblich relevanter als im Original und an Silicon Valley Venture Capitalists angelehnt.