Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Filmwissenschaft, Note: 1,3, Freie Universit t Berlin (Theaterwissenschaft), Veranstaltung: Musical, Sprache: Deutsch, Abstract: Als der weltweit erste Tonfilm "The Jazz Singer" im Jahr 1927 seine Urauff hrung erlebte, l utete er einerseits das Ende der Stummfilm ra und andererseits ein Wiederaufleben der Blackface-Performance ein. Dabei hofften sowohl schwarze als auch wei e amerikanische Kulturkritiker seit Jahrzehnten auf den endg ltigen Untergang dieser urspr nglichen Theatertradition, die in den USA von 1830 bis zum Ende des 19. Jahrhunderts durch die umherziehenden Minstrelshows eine weite Verbreitung erfuhr. In diesen Shows schw rzten sich die in erster Linie wei en Darsteller mit angebranntem Kork ihre Gesichter und imitierten die K rperbewegungen, die Mimik, den Dialekt und die Ges nge der Afroamerikaner. In diesen Blackface-Auftritten wurde i.d.R ein romantisiertes Bild des repressiven Sklavenlebens auf den Plantagen entworfen und der vom Blackface-K nstler dargestellte Schwarze diente dem wei en Publikum als Witz- und Spottfigur. Die berwiegende Anzahl der Film- und Kulturwissenschaftler missbilligt das Blackface als ein rassistisches berbleibsel der amerikanischen Sklavenhaltergesellschaft, das die schwarze Bev lkerungsschicht auch nach der Abschaffung der Sklaverei weiterhin am Boden der gesellschaftlichen Rangordnung fixiert. Arthur Knight dagegen lehnt eine pauschale Verurteilung des Blackface als rassistische Performancepraxis ab und fordert stattdessen eine material-spezifische Analyse des Blackface in der jeweiligen Inszenierung, da hinter all diesen Blackface-Darstellungen immer auch die kulturellen Erfahrungen der Afroamerikaner stehen. Ziel meiner Hausarbeit soll es sein, eine detaillierte Analyse von Blackface-Performances anhand Alan Croslands Musicalfilm "The Jazz Singer" (1927) durchzuf hren. Ein zus tzlicher Gesichtspunkt ist hierbei, dass der Hauptdarsteller des Films, Al Jolson, Jude und
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