Wann und unter welchen Bedingungen kann Religion bei der Bew ltigung eines einschneidenden Lebensereignisses als Ressource dienen? Im interdisziplin ren Dialog von Theologie und Psychologie wird diese Frage anhand einer empirischen L ngsschnittstudie mit qualitativen und quantitativen Methoden am Beispiel pflegender Ehepartner*innen bearbeitet.
Das Ziel liegt darin, die Chancen einer Vernetzung religionspsychologischer Konzepte mit der Praktischen Theologie aufzuzeigen. Die Ergebnisse legen nahe, Religion mit ihren Potenzialen als Ressource und Belastung im Kontext des sozialen Systems differenziert und mehrdimensional zu erfassen.
Religion ist im Alltag der Pflegenden von ambivalenter Bedeutung und transformiert sich dynamisch mit der partnerschaftlichen Interaktion und dem Wandel der Lebensbedingungen. Dies er ffnet Impulse f r die Religionsforschung, aus der sich weiterf hrende Aspekte f r die Begleitung und Wahrnehmung von Menschen in Lebenskrisen gewonnen werden, die f r Seelsorge, Diakonie, Religionspsychologie und Gesundheitswissenschaften von Interesse sind.