Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Soziologie - Allgemeines und Theorierichtungen, Note: 1,0, Ruprecht-Karls-Universit t Heidelberg (Institut f r Soziologie), Veranstaltung: Kultur, Handeln, Interaktionen, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Abschlusskonferenz der zweiten Weltmenschenrechtskonvention im Juni 1993 in Wien bekannten sich die versammelten 171 Staaten einm tig zu ihren menschenrechtlichen Verpflichtungen. Dies ist in den meisten F llen leider ein Lippenbekenntnis geblieben. Wieso? Weil man einen potenten Weltgerichtshof ben tigt, der die Staaten gegebenenfalls zu ihrem "Gl ck" zwingen kann? Die Etablierung eines derart machtvollen Apparates halte ich f r utopisch um nicht zu sagen gef hrlich. Meines Erachtens k nnte er sich aber als unn tig erweisen, da die Staaten selbst sich - unter bestimmten Voraussetzungen - zur Durchsetzung der von ihnen ratifizierten Menschenrechte anspornen k nnen. Es handelt sich dabei um ein Grundproblem, das in der soziologischen Theorie schon vielfach behandelt wurde: Das Problem ffentlicher G ter erster Ordnung. Es bedeutet, dass alle davon profitieren, wenn alle sich f r ein berindividuelles Gut engagieren. Das Problem ist: Derjenige profitiert am meisten, der sich nicht f r das gemeinschaftliche Gut engagiert, obgleich alle anderen es tun. Wie ist dieses Problem zu l sen? Verschiedene Soziologen haben verschiedene Wege betreten um dieser Frage nachzugehen. Exemplarisch werden f r diese Arbeit die Ans tze von Robert Axelrod, Thomas C. Schelling und Jon Elster und ein von Ernst Fehr und Simon G chter beschriebenes und durchgef hrtes Experiment herangezogen und diskutiert. Die vorliegende Arbeit soll anhand soziologischer berlegungen nachzuvollziehen versuchen, weshalb es an der Umsetzung der Menschenrechte, zu der sich immerhin 89% der heute von der UN vollst ndig anerkannten souver nen Staaten bekannt hapert, ob es f r ihre Umsetzung wirklich einer bergeordneten Zentralmacht bedarf, oder ob es nicht auc
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