Kaum ein Name ist so oft beschworen und so selten wirklich gelesen worden wie Adam Smith. Man kennt die unsichtbare Hand, den Metzger, den B cker, den Brauer, und man glaubt damit zu wissen, was Smith lehrte: dass privates Eigeninteresse von selbst in ffentliches Wohl umschl gt. Doch dieser ber hmte Gedanke ist nur die eine H lfte seines Werkes.
Die andere steht in einem Buch, das Smith siebenzehn Jahre fr her ver ffentlichte und bis an sein Lebensende berarbeitete: der "Theorie der ethischen Gef hle". Dort zeigt er, dass der Mensch ohne die F higkeit, sich in andere hineinzuversetzen, keine Gesellschaft bilden k nnte. Markt und Moral sind bei Smith kein Widerspruch, sondern zwei Seiten derselben Beobachtung.
Dieses Buch f hrt durch Leben, Werk und Wirkungsgeschichte eines Denkers, der mehr wusste, als seine Verehrer und seine Gegner ihm gew hnlich zutrauen. Es erkl rt, was Smith tats chlich schrieb, unter welchen Bedingungen sein Marktmechanismus gilt und warum er bis heute missverstanden wird.