Das Verst ndnis des Suchtprozesses ist ohne ein tiefes Verst ndnis der Gehirnfunktion und der daraus resultierenden neurobiologischen Ver nderungen nicht m glich. Das menschliche Gehirn, die komplexeste bekannte biologische Struktur, zeigt komplexe Reaktionen, wenn es mit angenehmen, schmerzhaften, sich wiederholenden oder bedrohlichen Erfahrungen konfrontiert wird, die langfristig bestimmte neuronale Bahnen verst rken und zur Bildung von Suchtmustern f hren k nnen. Wenn eine Person einer s chtig machenden Substanz oder einem s chtig machenden Verhalten ausgesetzt ist, werden bestimmte neuronale Netzwerke im Gehirn aktiviert, die dazu beitragen, das Gef hl von Vergn gen und Zufriedenheit zu verst rken. Diese Netzwerke, die vor allem mit dem Belohnungssystem verbunden sind, werden bei Wiederholung zu festen Mustern, die eine freiwillige Verhaltenskontrolle erschweren. Das Belohnungssystem des Gehirns, das aus Strukturen wie dem Nucleus accumbens, der Amygdala, dem Hypothalamus und insbesondere dem ventralen tegmentalen Areal (VTA) besteht, sch ttet bestimmte Neurotransmitter wie Dopamin als Reaktion auf angenehme Reize wie Drogen, Alkohol, fettige oder s e Lebensmittel oder sogar riskantes Sexual- und Gl cksspielverhalten aus.
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