Abendlanddiskurse Und Erinnerungsraume Europas Im 19. Und 20. Jahrhundert [German]
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Vorstellungen Europas, Selbst- und Fremdbilder, Raum- und Grenzkonstruktionen wurden und werden besonders seit der Sattelzeit um 1800 gerade auch uber Diskurse eines 'Abendlandes' geformt. Abendlanddiskurse lassen sich als polyvalent einsetzbare, modellier- und adaptierbare Diskurskomplexe und als Gewebe von Erinnerungsdiskursen bezeichnen, die mal starker nationalistisch, mal starker religios, mal starker universalistisch ausgeformt, mehr oder weniger stark auf Grenzkonstruktion ausgerichtet sind und mehr oder weniger konkret politisch verwendet werden. Dem interdisziplinaren Band wird die These zugrunde gelegt, dass Abendlanddiskurse wesentlich durch den Gebrauch von Gedachtnisbestanden, durch eine Pluralitat miteinander verwobener Erinnerungsnarrative konstruiert werden. Im Fokus der Beitrage von Historikerinnen, Geschichtsdidaktikern und Literaturwissenschaftlern aus Deutschland, Osterreich, Frankreich, Italien, Belgien und der Schweiz stehen Intellektuellendiskurse und deren Vermittlung im offentlichen Raum, Literatur und Kunst.
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