Metaphern stellen sprachlich einen wesentlichen Bestandteil religi ser Rede und Literatur dar und sind kulturell ein entscheidender Indikator f r das Selbst- und Weltverst ndnis der sie gebrauchenden Tr ger- und Adressatenkreise. In Metaphern spiegeln sich Gottes-, Menschen- und Weltbilder. Gleichzeitig pr gen Metaphern mittels ihrer je eigenen Kontexte, die sie bei der bertragung einbringen, die Rede von Gott und vom Menschen, sie zwingen ihre Adressaten aufgrund ihrer Bildhaftigkeit und ihrer symbolimmanenten Mehrdeutigkeit zu interpretatorischer Mitarbeit, sie ver ndern die Wirklichkeitswahrnehmung und setzen damit auch gezielt Handlungen frei. Die in diesem Band gesammelten Aufs tze analysieren den Gebrauch, die Funktion und die Struktur von Metaphern in ausgew hlten j dischen Schriften aus hellenistisch-r mischer Zeit, einschlie lich der Werke Philos und der Texte aus Qumran, sowie in apokryphen fr hchristlichen Texten und Inschriften.