Seit einiger Zeit h ufen sich Projekte, bei denen Best nde mittelalterlicher Bibliotheken auf elektronischen Datentr gern oder im weltweiten Netz zur Verf gung gestellt werden. Neben der digitalen Pr sentation des Objekts in Form von Bilddateien werden selbige auch mit Handschriftenbeschreibungen oder weiterf hrende Metadaten verkn pft. Die Verlagerung der Manuskripte aus ihrem bisherigen physikalischen Zustand in einen digitalen Raum wirft neue Fragen auf und zieht Folgen nach sich, die gekl rt und gel st werden m ssen. So muss neben der langfristigen Sicherung und Zitierbarkeit der Daten oft auch der Einsatz von Schnittstellen f r bergreifende Portale gew hrleistet werden. Dar ber hinaus werden digitalisierte Handschriftenbest nde auch in Hinblick auf verschiedene Disziplinen befragt. Der vorliegende Band bietet eine Auswahl der bei einer Tagung im Januar 2013 in Trier vorgestellten Projekte. Alexandra B ttner und Michael Kautz stellen die "Bibliotheca Laureshamensis - digital", das elektronisch verf gbare Pendant zur Klosterbibliothek Lorsch, vor. Anja Jackes erl utert das Projekt "Nova Corbeia", bei dem ein Online-Portal mit einer Wanderausstellung kombiniert wurde. Stefan Knoch pr sentiert die "digitale Kaiser-Heinrich-Bibliothek" der Staatsbibliothek Bamberg und Hans-G nter Schmidt mit den "Libri Sancti Kiliani digital" die Digitalisierung der Handschriften der W rzburger Dombibliothek. Schlie lich skizziert Christoph Winterer ein Vorhaben zum B cherbesitz der Mainzer Stifte und lteren Kl ster. Durch die Zusammenstellung dieser verschiedenen Projekte mit ihren je eigenen Zielsetzungen, Fragen und Methoden soll ein Einblick in die aktuelle Situation der Digitalisierungsprojekte und die dar ber hinausgehenden Folgen und Entwicklungen f r die Forschung gegeben werden. Orietta da Rold f hrt mit "Manuscripts Online" ein Portal vor, dessen Ziel es ist, die Ergebnisse verschiedener Digitalisierungsvorhaben zusammenzuf hren. Florian Enders, Celia Krause, Rainer Stotzka, Danah Tonne und Philipp Vanscheidt zeigen anhand des Bestandes der Trierer Abteibibliothek von St. Matthias M glichkeiten auf, Digitalisate computergest tzt f r sich anschlie ende Forschungsfragen zu nutzen. Kristin Hoefener formuliert in ihrem Beitrag musikwissenschaftliche Fragestellungen, Jennifer Bain, Inga Behrendt und Kate Helsen stellen mit dem "Optical Neume Recognition Project" ein Unternehmung zur automatischen Erkennung von Neumen auf digitalisiertem Material vor. Auf diese Weise soll nicht nur die Vielfalt an Konzeptionen und Methoden von Digitalisierungsprojekten vorgef hrt werden, sondern auch M glichkeiten angedeutet werden, wie das auf diese Weise bereitgestellte Material f r weitere Forschungsfragen genutzt werden kann.
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