ber Jahrhunderte war Niederdeutsch die Um-gangssprache der Menschen in Norddeutschland. In der Zeit der Hanse diente es zugleich als Handelssprache der Kaufleute im europ ischen Verbreitungsgebiet des St dtebundes. Das nderte sich mit dem Niedergang der Hanse und der Reformation im 16. Jahrhundert: LUTHERS Bibel bersetzung orientierte sich am mittel- und s ddeutschen Sprachraum und verbreitete das Hochdeutsche ber Buchdruck, Bibel und Bildung auch nach Norddeutschland. Der Aufstieg des Hochdeutschen durch die Bl te der klassischen Dichtung, die Standardisierung des Wortschatzes und die Vereinheitlichung der Rechtschreibung verdr ngten das Niederdeutsche zunehmend aus dem ffentlichen und privaten Sprachgebrauch, das weiterhin in eine Vielzahl r umlich begrenzter Dialekte ohne berdachende Schriftsprache zersplittert war. Dennoch blieb Niederdeutsch bis in das 20. Jahrhundert die vorherrschende Umgangssprache auf dem Lande. In der Gegenwart hat sich Niederdeutsch noch in den K stengebieten der Ost- und Nordsee als Zweitsprache im Alltag erhalten. In den anderen Regionen tritt an die Stelle der verlorenen Umgangssprache allenfalls das Bewusstsein eines niederdeutschen Kulturgutes, das es in seiner historischen Vielfalt und Besonderheit zu bewahren gilt, um so die regionale Identit t des Einzelnen in einer globalisierten Welt zu st rken.
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